BSE - Rinderwahnsinn
©opyright Dr. von Rhein

BSE steht für Bovine Spongiforme Enzephalopathie - eine Hirnerweichung des Rindes. Man spricht auch von "Rinderwahnsinn" oder neudeutsch "mad cow disease". Die erkrankten Tiere fallen zunächst durch Gewichtsverlust und verkrümmte Körperhaltung auf, dann entwickeln sie Koordinationsstörungen und Kopfzuckungen.

Wodurch entsteht Rinderwahnsinn?
BSE ensteht durch Formveränderung kleiner Eiweisspartikel im Nervensystem, der sogenannten Prionen. Die Verformung greift, ähnlich dem Wachstum von Kristallen, auf benachbarte Bezirke über. Diese veränderten Aggregate lagern sich an Nervenzellen an und töten sie ab. Das Ergebnis sind Hohlräume im Gehirn. Warum Prionen entarteten, ist unbekannt. Diskutiert werden Spontanmutation, Umweltgifte und schleichende Virusinfektionen. Die Rinderprionen ähneln denen des Menschen. Prionen sind mit üblichen Sterilisationsmethoden nicht zu inaktivieren. Das erklärt das Vorkommen intakter BSE-Prionen im drucksterilisierten Tiermehl. Verbreitet wurde BSE möglicherweise durch die kannibalistische Verfütterung infizierten Tiermehls an Rinder. Der Beweis wurde trotz erheblicher Anstrengungen weltweit NICHT erbracht. In England sank nach dem Verbot der kannibalistischen Rinderfütterung 1988 die Häufigkeit von BSE binnen fünf Jahren drastisch ab. Das beweist natürlich gar nichts, schon gar nicht irgendeinen kausalen Zusammenhang. Eine Infektion über knochenmehlgedüngte Weiden oder Futterpflanzen wird diskutiert. Beweise und Gegenbeweise fehlen.

Bei welchen Tierarten gibt es Hirnschwamm?
Bei 19 Säugetierarten sind schwammige Hirnerkrankungen (SE) bekannt. Dazu gehören Schaf, Ziege, Puma, Hamster, Löwe, Antilope und natürlich die angebliche Krone der Schöpfung -der Mensch. Beim Pferd sind bislang keine Fälle bekannt geworden. Die meisten Infektionen sind auf eine Tierart beschränkt. Die Übertragung auf andere Tierarten ist experimentell nur durch Injektion von Nervengewebe gelungen.

Was ist Creutzfeldt-Jakob?
Die klassische Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, CJK bzw neudeutsch CJD wurde 1920 von ihren Namensgebern entdeckt. Sie ist eine selten diagnostizierte schwammige Hirnerkrankung des Menschen und verläuft immer tödlich. Die Seltenheit des Nachweises darf nicht mit Seltenheit des Vorkommens verwechselt werden. Vielmehr ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Somit könnte ein Gutteil der angeblichen Alzheimer-Patienten in Wirklichkeit an nichtdiagnostizierter CJK leiden. Die Krankheit entsteht in 85% der Fälle spontan, 10-15% haben genetische Ursachen und 1% wird durch infizierte Organimplantate oder Medikamente verursacht. Die Inkubationszeit beträgt 20-40 Jahre. Vorkommen meist ab Alter 60. Symptome sind Gedächtnisverlust, Wesensveränderungen, Depressionen und Muskelkrämpfe. Promi-Beispiele: Reagan, Juhnke

Was ist juvenile Creutzfeldt-Jakob?
Die Variante vCJK ist seit 1966 bekannt und befällt auch junge Menschen. Das Durchschnittsalter liegt bei 29 Jahren. Die Erkrankung zieht sich meist 14 Monate hin. Die Kranken sind anfangs agressiv und haben Wahnvorstellungen. Deshalb findet man diese Patienten meist mit der Fehldiagnose "Psychose" in einer Nervenheilanstalt. Weitere Symptome sind Schwachsinn und unwillkürliche Bewegungen. In Europa sind bis heute 85 Fälle von vCJK berichtet worden, darunter auch bei einem 74-jährigen. Man verdächtigt BSE-Fleisch als Ursache. Diese Vermutung basiert vor allem auf der histologischen Ähnlichkeit von vCJK-Hirnen mit denen von BSE-Kühen. Auch vCJK-Prionen ähneln denen der BSE-Rinder. Die geographische Verteilung der Patienten sowie die Erkrankung von Vegetarierern hingegen sprechen gegen BSE als Ursache. Trotzdem vCJK seit nunmehr über 30 Jahren erforscht wird, blieb die Wissenschaft Beweise in irgendeiner Richtung schuldig.

Wo sind Rindfleisch oder Rinderprodukte enthalten?
1) Die meisten Kosmetika enthalten tierische Rohstoffe. Nur rein pflanzliche Produkte bieten eine gewisse Sicherheit.
2) Laut Aussage der deutschen Pharmaindustrie enthalten 70% der deutschen Arzneimittel Rinderbestandteile.
3) In praktisch allen Industrie-Lebensmitteln, zB Wurst, Süsspeisen, Fertigsossen, Fertiggerichten, Eis, Backwaren, Süsswaren sind Rinderprodukte enthalten, zB in Form von Gelatine.
In einer Leipziger Untersuchung von 1999 fand man in 20% der Mettwürste und 10% der Leberwürste illegalerweise die besonders BSE-verdächtige Hirn- und Rückenmarksmasse. 2001 wurden zwei deutsche Schlachthöfe dabei erwischt, BSE-verdächtiges Nervengewebe nach England geschmuggelt zu haben. Irgendwelche Konsequenzen wurden nicht bekannt.

Gefahr durch Verzehr von Eichhörnchenhirn
Eine Meldung vom Sommer 2001 liefert eine interessante Erklärung für Creutzfeld-Jakob in den USA: Dr. Eric Weisman, Neurologe im ländlichen West-Kentucky, berichtet in der angesehenen englischen Fachzeitschrift “The Lancet” über die Behandlung von 11 Fällen von Creutzfeld-Jakob in 4 Jahren. Und alle Patienten hatten zu irgendeiner Zeit Eichhörnchenhirn gegessen. Sechs der Opfer, im Alter zwischen 56 und 78, sind inzwischen der Krankheit erlegen.

BSE-Tests
In der EU müssen seit dem 1.1.01 alle geschlachteten Rinder über 30 Monate einem Test unterzogen werden. Bei einem Stückpreis von ca. 50 Euro ein Milliardengeschäft zu Lasten des Steuerzahlers. Und natürlich völlig sinnlos, da
1) die meisten Rinder jünger als 30 Monate geschlachtet werden,
2) der Test erst 2,5 Jahre nach Ansteckung anspricht und
3) gefälschte Tests wesentlich preisgünstiger sind als echte.
Tests am lebenden Patienten gibt es nur in der Humanmedizin. Hier wird ein Stück Gaumenmandel untersucht.

Stand Februar 2002
Rheinland-Pfalz: Bei der Überprüfung privater BSE-Labors stolpern die Prüfer im Januar 2002 nur über 13 000 unkorrekt durchgeführte Tests. Die landeseigenen Labors, die 2001 ca. 250 000 Tests durchführten, sind selbstverständlich über jeden Verdacht erhaben und unterliegen keiner externen Kontrolle.
Bayern: Die unkorrekte Prüfung von 8 000 Tonnen Rindfleisch wird publik. Zur Veralberung des Verbrauchers werden 2/3 dieses unsicheren Fleisches zurückgerufen, während 1/3 zum Verzehr kommen.
Ins hungernde Korea entsendet die Bundesanstalt für Landwirrschaft und Ernährung zwei Mitarbeiter, die aus 300 000 Kartons bereits gelieferten Gefrierfleisches 10 oder 20 000 schlechtgeprüfte aus Bayern heraussuchen und vernichten sollen. Diese Herrschaften können von Glück sagen, dass die Koreaner wohl kaum deutsche Zeitungen lesen. Sonst könnte die gigantische Lebensmittel-Vernichtungsaktion in diesem Hungerland leicht zu einem kleinen Himmelfahrtskommando für die Deutschen werden.
Wie nach diversen Dementis vom Bundesministerium für Gesundheit erst jetzt zugegeben wurde, wurde bis 1999 in Italien aus dem besonders BSE-verdächtigen Rindertalg Kunstbutter gepanscht und auch in Deutschland vertrieben.
Das römische Gesundheitsministerium meldet den ersten Fall von vCJD in Italien. Die Patientin: Eine 25jährige Sizilianerin.

Stand Dezember 2003
In Grossbritannien stirbt an vCJD ein Mann, dem im Jahr 1996 Blut eines infizierten Spenders transfundiert wurde.
Im Schlachthof Vern's Moses Lake Meat Co., Moses Lake, Bezirk Washington, wird BSE bei einer Schlachkuh festgestellt. Die Kuh stammte von der Sunny Dene Ranch, Mabton, ebenfalls Bezirk Washington. Die oberste Amtstierärztin der USA, Ann Veneman, leugnet jede Gefährdung von Konsumenten. Daraufhin belegen 15 Länder, darunter China sowie Kanada, der grösste Fleischkunde der USA, amerikanisches Rindfleisch mit Importverbot.

HOME
Allergie
Anthrax
Babesiose
Borreliose
BSE
Dirofilariose
Epilepsie
FeLV
FIP
FIV
FSE
Kan.Schnupfen
Katzenimpfung
Ktz.schnupfen
Leishmaniose
MKS
Myxomatose
Ohrreinigung
Panleukopenie
Pocken/Variola
RHD
TBC
Täto+Chip
Tollwut
Toxoplasmose
Vogelgrippe
Zecken