Babesiose
©opyright Dr. von Rhein


Die Babesiose wird beim Hund überwiegend durch Infektionen mit Babesia canis verursacht. Die Übertragung der Protozoen erfolgt durch Zecken der Gattungen Rhipicephalus und Dermacentor. Infizierte Hunde müssen sich in den Endemiegebieten aufgehalten haben. Dazu zählen die Länder des Mittelmeerraumes, der Balkan sowie tropische und subtropische Regionen in Afrika und Asien. Auch in Deutschland sind in verschiedenen Gegenden, zB. im Rhein-Main-Gebiet, infizierte Zecken und erkrankte Hunde nachgewiesen worden.

Klinik
Nach einer Inkubationseit von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen entwickelt sich in Abhängigkeit von der Virulenz des Parasiten und vom Immunstatus des Hundes eine perakut bis subklinisch verlaufende Infektion mit den Symptomen der hämolytischen Anämie (Blutzersetzung) und ihren Folgeerscheinungen wie Fieber, Anorexie, Ikterus, Hepato- und Splenomegalie.

Labordiagnostik
Schon ab dem 10. Tag nach Infektion sind Antikörper nachweisbar.
Titer < 1:20 sind negativ.
Titer >= 1:40 sprechen für eine vorausgegangene Infektion.
Akutes Stadium: Hämolytische Anämie und ihre Folgen mit erhöhtem Bilirubin und LDH, Reticulozytenose und Hämoglobinurie. Der Coombstest fällt häufig positiv aus.
Chronisches Stadium: Die Hämolyse tritt in den Hintergrund. Die Anämie bleibt bestehen, verliert aber zunehmend ihren regenerativen Charakter. Häufig entsteht gleichzeitig eine Leukopenie. Leberwerte sind i.d.R. erhöht.

Therapie
Ein ausgezeichnet wirksames Medikament gegen Babesien ist in Frankreich erhältlich. Es besteht keine Zulassung für Deutschland. Den Spiessrutenlauf durch deutsche Genehmigungsverhinderungsbehörden hat sich der Hersteller klugerweise erspart.
Zusätzlich ist natürlich die Behandlung der betroffenen Organsysteme nötig. Hier haben wir homöopathisch und diätethisch effektive Mittel an der Hand.

Prophylaxe
In Deutschland ist kein Impfstoff zugelassen, aus obenstehenden Gründen. In Frankreich sind die Impfungen seit 1988! möglich und üblich.
Das französische Mittel, das man zur Therapie einsetzt, kann auch als einmalige Injektion zur Prophylaxe vor Reiseantritt verabreicht werden. Der Schutz besteht nur für ca. 4 Wochen, die Injektion muss also gegebenenfalls am Urlaubsort wiederholt werden.
Zusätzlich sollten Sie Massnahmen gegen Zecken ergreifen.

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