Dirofilariose - Herzwurm
©opyright Dr. von Rhein

Erreger der Dirofilariose ist Dirofilaria immitis, eine Filarienart. Er ist obligat zweiwirtig. Ca.60 verschiedene Stechmückenarten übertragen die Mikrofilarien (die Vermehrungsform). Daraus entwickeln sich im Endwirt Hund die adulten Herzwürmer oder Makrofilarien. Diese Makrofilarien finden sich in großer Zahl im rechten Herzen, der grossen Lungenaterie, der grossen Hohlvene und gelegentlich in anderen Organen. Sie sind 1mm dick und 20-30 cm lang. Das Erregerreservoir bilden latent infizierte Hunde.

Das Vorkommen der Krankheit wird duch die Verbreitung der Stechmücken bestimmt. Das größte Infektionsrisiko haben in Europa die Mittelmeerländer. Die italienische Poebene weist mit 95% die höchste Prävalenz für Dirofilarose weltweit auf. Auf den Kanarischen Inseln La Palma sind 32% und auf Teneriffa 61% der Hunde infiziert. Weitere Vorkommen in den USA und Ungarn.

Die Ausprägung der Symptome ist von Anzahl und Lokalisation der Makrofilarien abhängig. Die Patienten ermüden schnell und zeigen das Bild eines Cor Pulmonale: Atemnot, Husten, Herzrasen, Herzerweiterung, Leberstauung, Bauchwassersucht, Ödeme (Wasser) in den Beinen.

Der direkte Nachweis der Mikrofilarien erfolgt durch mikroskopische Untersuchung des Kapillarausstrichs oder nach Anreicherung von EDTA-Blut im Knott-Test. Die Blutprobe muß abends entnommen werden, weil dann die Mikrofilarien am zahlreichsten im Blut vorkommen.
Die Untersuchung auf adulte Filarien erfolgt über Antigennachweis im Serum. Es ist zu beachten dass diese Untersuchung erst 6-7 Monate nach der Infektion aussagefähig ist, wenn die adulten Herzwürmer geschlechtsreif geworden sind.

Die medikamentöse Therapie ist in der Wirkung unzureichend bei massiven Nebenwirkungen. Das Abtöten adulter Herzwürmer ist zudem sehr riskant wegen der Gefahr einer Thrombose. Für massive Fälle bleibt dann nur noch die offene Herzchirurgie mit mechanischer Entfernung der Würmer. Risiko und Kosten sind hoch.
Zur Prophylaxe halten wir geeignete Medikamente vorrätig. Die erste Anwendung erfolgt spätestens eine Woche vor Urlaubsbeginn. Dann 1x alle 4 Wochen  bis 2 Monate nach Urlaubsende.

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