Epilepsie
©opyright Dr. von Rhein

Epilepsie oder Fallsucht ist eine Anfallserkrankung. Der Anfall zeigt sich als Muskelkrampf (Streck- und Schüttelkrampf), Bewusstseinsstörung bis -losigkeit, Speicheln, unkontrollierter Kot- und Urinabsatz. Ein erschreckendes Bild für jeden Tierbesitzer.

Wir unterscheiden die sekundäre oder symptomatische Epilepsie, die Folge einer Grundkrankheit, zB Hirntumor, von der idiopathischen oder eigentlichen Epilepsie, um die es im folgenden Text gehen soll.

Die Ursachen der Epilepsie sind nach wie vor weitgehend unerforscht. Beim Epileptiker sinkt vor dem Anfall die Reizschwelle des Gehirns zu weit ab. Ein völlig harmloser, leichter Umweltreiz, zB ein leises Geräusch, führt dann zum Anfall. Eine familäre Häufung beim Menschen ist seit langem bekannt. Rasseabhängigkeit ist nach einer Untersuchung an belgischen Tervueren stark anzunehmen. In dieser Studie hatten 21% der Tierhalter über Krampfanfälle Ihrer Hunde berichtet. Der Epileptiker-Anteil an der gesamten Hundepopulation beträgt nach verschiedenen Quellen zwischen 0,5 und 5,7%.

Man unterscheidet 3 Grade von Anfällen

  • Petit Mal: Nur sekundenlange Bewusstlosigkeit, starrer Blick, Augenrollen. Oft vom Besitzer unbemerkt.
  • Grand Mal: Beginnt mit Steckkrampf, Umfallen, Atemstillstand, Bewusstlosigkeit. Nach 10-30 Sekunden Konvulsionen, Pupillererweiterung, Speicheln, Kot/Urinabgang
  • Status Epilepticus: Kette mehrerer Grand Mal, die ineinander übergehen ohne dass der Patient dazwischen das Bewusstsein erlangt. Kann durch Hirnschwellung oder Kreislaufkollaps zum Tode führen.
Der Grand Mal und Status Epilepticus bestehen aus 4 Phasen
  • Prodome (Ankündigung) Tage oder Stunden vor dem Anfall. Stimmungswechsel, Kopfschmerz, Schlaflosigkeit.
  • Aura (Vorphase): Unruhe, Nervosität, winseln, zittern, speicheln, sich verstecken, hysterisches herumrennen.
  • Ictus (Anfall): plötzlicher Anstieg der Muskelspannung. Dauer 1-3 Minuten
  • Postictus (Nachphase): Orientierungslosigkeit, Unruhe, Sehstörung. Dauer Stunden bis Tage
Teufelsaustreibung (Exorzismus) war jahrundertelang die klassische Behandlung in der Humanmedizin. Nach Scheitern dieser "Therapie" folgte gegebenenfalls die Hexenverbrennung. Heute arbeitet man wie in der Tiermedizin meist mit Tranquillizern (Barbituraten).

Die übliche Behandlung besteht in der Tiermedizin heute aus

1) Kastration: aus Gründen der Erbhygiene, und weil bei der menschlichen Epileptikerin über Zusammenhang der Anfälle mit dem Zyklusstand berichtet wird.

2) Dauersedierung: Schlafmittel (Barbiturate und oder Bromsalze). Laut persönlicher Mitteilung 2001 aus der Tierärztlichen Hochschule Hannover gibt es ca. 30% Therapieversager.

3) Einschläfern wenn 2) nicht wirkt.

Die Dauersedierung ist in jedem dritten Fall erfolglos, die Nebenwirkung eines ewig müden, nur noch daherschleichenden Hundes hingegen fast sicher. Dass Barbiturate leber- und nierenschädlich sind, kommt hinzu. Das Einschläfern ist in austherapierten Fällen mit hoher Anfallshäufigkeit aus tierschützerischen Gründen sicher manchmal unvermeidlich. Auch wir müssen manchmal, glücklicherweise selten, diesen schweren letzten Schritt gehen.

Unsere homöopathische Behandlung besteht aus

zwei homöopathischen Medikamenten in Hochpotenz, von denen der Patient in der Regel jeden Tag nur eine einzige Tablette im Wechsel erhält

Natürlich kann bei einem so komplexen Krankheitsbild wie Epilepsie keine Erfolgsgarantie gegeben werden. Wir wenden unsere Behandlung seit vielen Jahren an, wobei natürlich auch Therapieversager vorgekommen sind.  Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Organschäden sind bei homöopathischen Hochpotenzen, die im chemischen Sinn ja nur aus Milchzucker bestehen, natürlich ausgeschlossen. Erstverschlimmerungen sind rein theoretisch wie bei jeder anderen homöopathischen Therapie denkbar, jedoch bei unserer Epilepsie-Behandlung bisher noch nicht vorgekommen

Die Art der Medikamente ist von Fall zu Fall verschieden, sie hängt ganz vom einzelnen Patienten ab. Die Identität der angewandten Homöopathika können wir natürlich hier auch nicht publizieren, unsere WebSite soll keine Anleitung zum Selbstpfuschen werden.

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