Myxomatose
©opyright Dr. von Rhein

Erstes Auftreten der Myxomatose wurde bereits 1896 in Südamerika beobachtet. Seit 1952 hat die Krankheit sich, von Frankreich ausgehend, über ganz Europa verbreitet.

Der Erreger ist ein Pocken-Virus. Er kann in der Natur unter optimalen Bedingungen bis 1/2 Jahr infektiös bleiben. Befallen werden ausser Kaninchen nur noch Hasen. Andere Nager erkranken nicht.

Überträger des Myxomatose-Virus sind vor allem Insekten. Stechmücken und Flöhe können den Virus noch 1-3 Monate nach Aufnahme ausscheiden. Deshalb kommt die Krankheit auch bei reinen Wohnungs-Kaninchen vor. Weiter gibt es die direkte Ansteckung Tier zu Tier, und die indirekte über den Menschen, Käfige, Grünfutter usw.

Die Symptome werden meist nach 4-10 Tagen sichtbar. Die Lidbindehäute röten sich und schwellen an. Dann bilden sich diffuse Verdickungen im Kopf- (“Löwenkopf”) und Genitalbereich. Fieber bis 41°C. Jetzt folgt der Befall der Anschwellungen durch Eiterbakterien. Schluckbeschwerden führen zur Reduktion oder Einstellung der Futteraufnahme. Tod durch Entkräftung in den nächsten 8-14 Tagen. Überlebende bleiben Virusträger und sind so eine ständige Gefahr für ihre Artgenossen.

Die Behandlung besteht in aller Regel im einschläfern. Ein Gegenmittel gegen den aktiven Virus gibt es nicht. Nur in leichten Fällen besteht eine gewisse Überlebenschance.

Die vorbeugende Schutzimpfung  ist in jedem Fall anzuraten. Die Erstimpfung kann schon mit 6 Wochen erfolgen. Danach halbjährliche Auffrischung. Die Impfung kann ohne Probleme mit den anderen Kaninchen-Impfungen kombiniert werden. Die Myxomatose-Impfungen sind in unserer Praxis an jedem 1. Dienstag im Monat möglich.

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